Lingener Stolpersteine

14 neue Stolpersteine in Lingen als Spuren der Erinnerung und des Gedenkens

 

14 neue Stolpersteine in Lingen als Spuren der Erinnerung und des Gedenkens

Kollegium der Marienschule übernimmt Patenschaft für einen der Stolpersteine

 

Am 18. Februar 2011 wurden zu den 12 schon vorhandenen Stolpersteinen vor fünf Häusern in der Lingener Innenstadt 14 weitere Steine mit Messingtafeln ins Pflaster eingelassen.

Mit diesen Stolpersteinen des Künstlers Günter Demnig soll vor den ehemaligen Wohnorten an jüdische Mitbürger erinnert werden, die während des National-sozialismus verfolgt und ermordet wurden. Sie sind mit dem Namen, dem Geburts- und Deportationsjahr und Ort sowie Angaben zum Schicksal der jüdischen Mitbürger beschriftet.

So wird jetzt in Lingen zum Beispiel vor dem Haus in der Schlachterstraße 12 an das Schicksal von Siegfried und Siegmund Hanauer sowie von Rosa Wolf, geb. Hanauer erinnert, die 1943 deportiert und in den Konzentrationslagern Sobibor und Auschwitz ermordet wurden.

Neben etlichen Vereinen, Schulen und Einzelpersonen hat auch das Kollegium der Marienschule für einen dieser Stolpersteine die Patenschaft übernommen. Unsere Schülervertreter, die weiße Rosen an den Stolpersteinen niederlegten, und Vertreter des Kollegiums waren bei der Verlegung der Steine dabei.

 

Petra van Kampen