BP unterstützt das Projekt Streuobstwiese

Marienschüler legen Streuobstwiese an
Selbstständiges Arbeiten in der Natur ist Ziel des Projektes

Artikel aus der Lingener Tagespost vom 16.10.2012

Anne Zachow weiß es: Wer selbst einmal einen Baum gepflanzt habe, der habe eine ganz andere Einstellung zu Bäumen, so die Vorstandsvorsitzende der Niedersächsischen Bingostiftung. Sie hofft, dass die Schüler der Marienschule durch die Arbeit an ihrer Streuobstwiese eine Verbindung zur Natur aufbauen.
50 Bäume pflanzten die Schüler am...

Marienschüler legen Streuobstwiese an

Selbstständiges Arbeiten in der Natur ist Ziel des Projektes

Artikel aus der Lingener Tagespost vom 16.10.2012

Anne Zachow weiß es: Wer selbst einmal einen Baum gepflanzt habe, der habe eine ganz andere Einstellung zu Bäumen, so die Vorstandsvorsitzende der Niedersächsischen Bingostiftung. Sie hofft, dass die Schüler der Marienschule durch die Arbeit an ihrer Streuobstwiese eine Verbindung zur Natur aufbauen.
50 Bäume pflanzten die Schüler amsüdlichen Stadtrand von Lingen. Die Stadt hat der Schule dafür eine Fläche von 6500 Quadratmetern für eine langfristige Bearbeitung überlassen. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Umweltlotterie, NDR Bingo, BP Lingen und dem Förderkreis der Schule. Von den 14 000 Euro Gesamtkosten hat die Bingostiftung 11 200 Euro übernommen.


eine-streuobstwiese
Zachow erklärte, dass ihr an dem Projekt vor allem die Zusammenarbeit mit der Schule wichtig sei: „So ist eine langfristige Verantwortung geschaffen. Das Anlegen einer Streuobstwiese ist nur ein Aspekt. Die Pflege ist genauso wichtig.“ Außerdem halte sie die Kombination mit dem Bienenhaus für sehr sinnvoll.
Den Schülern solle Natur und selbstständiges Arbeiten vermittelt werden, erläuterte Heiner Voss, der das Projekt mit seinem Kollegen Alfons Grüppen leitet. Vom Ausheben der Pflanzlöcher bis zur Bewässerung haben die Jugendlichen bei allen Arbeiten selbst Hand angelegt.


Von der Natur lernen
Die Schüler würden auf der Wiese viel schneller und effektiver lernen, was in der Natur vor sich gehe. Voss hat mit den Jugendlichen außerdem einen Unterstand für Bienenkästen auf dem Gelände errichtet, in dem schon reges Treiben herrscht. „Im nächsten Jahr werden wir noch weitere selbst gezüchtete Bienenvölker dort haben“, so Voss.
Er bedankte sich bei der Schulleitung, dass stets eine Lücke im Lernplan für die Arbeit auf der Wiese gefunden wurde. „Allerdings wurde dort nicht nur während der Schulzeit gearbeitet. Einen erheblichen Teil haben die Schüler in ihrer Freizeit gemacht“, berichtet Grüppen.
Dabei konnten die Jugendlichen schon erste Erfolge beobachten. „Wir haben im letzten Jahr mit der Arbeit angefangen, und in diesem Jahr waren schon ein paar Äpfel an den Bäumen“, sagte Maximilian Kotirre.
Für das Projekt meldeten sich die 20 Schüler der 9. Klasse freiwillig. Sie haben die Freude daran nicht verloren: „Das Schrauben am Bienenhaus hat mir am meisten Spaß gemacht“, erklärte Pa-trick Krone. Zurzeit sind die Jugendlichen mit dem Anlegen einer Hecke beschäftigt.
Das große Engagement der Lingener Marienschule im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes sei auf die dort tätigen Personen zurückzuführen, vermuten Grüppen und Voss.
Zachow dankte den Lehrern und vor allem den Schülern für ihren Einsatz und wünschte ihnen weiterhin viel Begeisterung für das Projekt. „Eine solche Streuobstwiese ist ein guter Ausgangspunkt für Umweltbildung und eröffnet Perspektiven“, sagte sie.