Die am 13. September 2026 stattfindenden Kommunalwahlen werfen ihre Schatten voraus und finden auch im Leben der Schülerinnen und Schüler der Marienschule Lingen Eingang. Nicht zuletzt sind es schließlich kommunalpolitische Entscheidungen, die unmittelbaren Einfluss auf die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen ausüben. In Anbetracht dieser Bedeutsamkeit der Kommunalwahlen ist es im Sinne der Demokratiebildung umso wichtiger, Kindern und Jugendlichen ein Verständnis von der Funktionsweise und Notwendigkeit demokratischer Prozesse auf kommunaler Ebene zu vermitteln.
In Kooperation mit der VHS Lingen arrangierte der Klassenlehrer, Herr Lambers, mit seinen Schülerinnen und Schülern der Klasse R10B ein spannendes Planspiel, das darauf ausgelegt war, politische Abläufe selbst zu erleben und mitzugestalten.
In verschiedenen Rollen – vom Bürgermeister bis zu Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Interessengruppen – entwickelten die Jugendlichen zukunftsfähige Ideen für ihre Stadt, diskutierten über Anträge und entschieden gemeinsam, wofür das verfügbare Budget eingesetzt werden sollte. Schnell stellten die Schülerinnen und Schüler fest, wie herausfordernd es sein kann, wenn verschiedene und teils konträre Interessen aufeinandertreffen, und wie aufwendig es ist, diese zu einem für alle Seiten akzeptablen und gewinnbringenden Kompromiss zu vereinigen. Zugleich erkannten sie jedoch auch die Tragweite ihres eigenen politischen Wirkens, die Bedeutsamkeit des Anrechts auf politische Teilhabe und die Chancen, die Demokratie bietet, um die Zukunft selbstbestimmt mitzugestalten.
Durch diesen Workshop wurde der oftmals so abstrakt anmutende Begriff der Demokratie wesentlich greifbarer und so eröffnete er den Schülerinnen und Schülern obendrein konkrete Möglichkeiten, demokratische Prozesse selbst zu erleben und mitzugestalten. Ein besonderer Dank gilt hierbei der VHS Lingen für die tolle Zusammenarbeit und die Durchführung des Workshops.



