Marienschüler stellen ihr Projekt zur politischen Teilhabe Fachleuten vor

Heppenheim3Im Rahmen des Modellprojekts „Politische Partizipation als Ziel politischer Bildung“ stellten vier Schüler der Marienschule ihre Projekterfahrungen auf einer zweitägigen Fachtagung in der Akademie für politische und soziale Bildung im Haus am Maiberg in Heppenheim vor.

In den vergangenen Monaten haben dreizehn Schüler in Kooperation mit dem LWH das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an der Marienschule ins Leben gerufen. In Schülervollversammlungen diskutierten sie mit den Mitschülern über ihr politisches Anliegen. Die Auswertung einer Umfrage ergab, dass es in der Schülerschaft ein großes Interesse gibt, Benachteiligte durch gezielte Aktionen zu integrieren. Um nach außen sich deutlich gegen Rassismus zu positionieren, forderten sie die gesamte Schulgemeinschaft auf, sich zu entscheiden, eine Selbstverpflichtung zu unterschreiben. Mit der Unterschrift bekennt sich der Einzelne dazu, aktiv gegen Rassismus vorzugehen. Erfreulicherweise unterschrieben mehr als die geforderten 70% diese Selbstverpflichtung, die die Voraussetzung für den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bildet.

Heppenheim 2Die Projektphase wird von Dr. Alexander Wohnig (Heidelberg School of Education) unter der Frage „Wie kann durch Kooperation politische Partizipation gelingen?“ wissenschaftlich begleitet. Diesbezüglich wird das Modellprojekt im Rahmen des Fachaustausches zwischen Wissenschaft, Schulen und Einrichtungen der politischen Bildung evaluiert und weiterentwickelt. An zwei Tagen standen die Marienschüler hier den Experten Rede und Antwort. Sie erläuterten ihre Projektziele, positive und negative Erfahrungen sowie die wachsende Motivation der Projektgruppe, sich politisch zu engagieren und viele Mitschüler für Aktionen gegen Rassismus zu gewinnen.

Die Erfahrung, als Schüler mit subjektivem Anliegen, sich artikulieren zu dürfen und gehört zu werden, wurde von den Fachleuten als eine der zentralen Erkenntnisse für politische Partizipation Jugendlicher herausgestellt. Die Marienschüler haben Politik als etwas Lebensnahes und Gestaltbares erfahren.

Heppenheim 1Aus der Erkenntnis, dass die Kooperation eines außerschulischen Bildungsträgers (LWH) und Schule, politische Partizipation gelingen lässt, wurde der Marienschule weitere wissenschaftliche Begleitung für das kommende Schuljahr zugesichert. Das werteten die Schüler als riesen Erfolg und Anerkennung ihres Engagements.

In Kürze wird der SV Meppen als Pate der Marienschule den Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ im Rahmen eines Sporttages im Emslandstadion überreichen.

 

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